Was ein Flockungsmittel ist
Ein Flockungsmittel (Koagulant) bindet feine Schwebstoffe im Wasser, sodass sie sich zu größeren Partikeln zusammenlagern, die sich leicht abtrennen lassen. Solche Schwebstoffe können Schlamm, Lackpartikel, Algen, Bakterien oder andere organische und anorganische Stoffe sein.
Das Flockungsmittel wird dem Abwasser zugegeben und durch Rühren gleichmäßig verteilt. Es destabilisiert die feinen Partikel, die sich daraufhin zu Flocken verbinden. Diese Flocken werden anschließend durch Sedimentation oder Filtration entfernt, zurück bleibt geklärtes Wasser.
Es gibt anorganische Flockungsmittel wie Aluminiumsulfat und Eisensalze sowie organische wie Polyacrylamid. Welches Mittel passt, hängt von den Inhaltsstoffen des Abwassers und vom Aufbereitungsverfahren ab.
So läuft die Flockung ab
- Koagulation: Das Flockungsmittel neutralisiert die Ladung der Schwebeteilchen. Sie stoßen sich nicht mehr ab und beginnen, sich zusammenzulagern.
- Flockung: Aus vielen kleinen Partikeln entstehen größere Flocken.
- Sedimentation: Die Flocken sind schwerer als Wasser, sinken ab und bilden Schlamm.
- Filtration: Das Wasser wird über Filter geführt, die verbleibende feine Partikel zurückhalten. Der Schlamm wird in Filtersäcken entwässert.
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